Vera Rubin – Die Astronomin, das Genie, die Vordenkerin

In diesem Beitrag erfährt ihr, wie das Genie Dr. Vera Rubin die Astronomie revolutionierte…

von Jasmin Hangartner

Durch Sonja haben wir nun bereits einiges über das spannende Thema der dunklen Materie erfahren. Heute möchte ich euch eine Wissenschafterin vorstellen, die massgeblich in diesem Feld tätig war: Vera Rubin – Die Astronomin, das Genie, die Vordenkerin. 

Ihr Werdegang

Die US-amerikanische Astronomin Vera Cooper Rubin wurde 1928 als Kind jüdischer Einwanderer in Philadelphia geboren. Wie viele Astronom*innen war sie schon als Kind von einer Leidenschaft für den Nachthimmel gepackt. Mit 14 Jahren hat sie sich mit Hilfe ihres Vaters schon selbst ein Teleskop gebaut. Nach der Schule studierte sie Astronomie in New York und wurde die erste Frau an ihrem College die dieses Fach abschloss.

Die Zusammenarbeit mit Kent Ford

Nach dem sie ihren Doktor abgeschlossen hatte arbeitete sie Washington D. C. am Carnegie Institut. Dort forschte sie zusammen mit dem Astronomen und Instrumentenbauer Kent Ford. Dieser hatte einen Spektrographen entwickelt mit dem Galaxien noch genauer beobachtet werden konnten. Dieser Spektrograph konnte an verschiedenen Teleskopen angebracht werden und zusammen begannen sie die Bewegungsgeschwindigkeiten innerhalb von Galaxien zu beobachten.

Kent Fords Spektrograph; Credits: Jeremy Keith, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Die Entdeckung des Unsichtbaren

Bei ihren Beobachtungen von Spiralgalaxien wie z. B. Andromeda M31 bemerkte Vera Rubin, dass die Galaxien eigentlich auseinanderdriften müssten, wenn sie nur durch die Gravitation ihrer Sterne zusammengehalten würden. Da dem aber nicht der Fall war, musste also noch etwas anderes, unsichtbares vorhanden sein: die dunkle Materie.

Vera Rubin mit dem Astronauten John Glenn nach ihrer Wahl in die National Academy of Science; Credits: Jeremy Keith, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Ihre Vorbildwirkung

Aufgrund ihrer bahnbrechenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und ihrem Kampf gegen den Sexismus im eigenen Fach war und ist sie immer noch ein Vorbild für junge Astronominnen. Manche behaupten sogar, dass ihr für die Beobachtungen zur dunklen Materie der Nobelpreis für Physik gebührt hätte.

Zum Weiterstöbern:

Rubin, Vera (1997). Bright Galaxies, Dark Matters. Masters of Modern Physics. Woodbury, New York City: Springer Verlag/AIP Press.

Online-Artikel: „Vera Rubin und die Dunkle Materie“

Youtube-Video von OpenMind: „Vera Rubin and Dark Matter“

Titelbild: 

Vera Rubin an einem Teleskop im Kitt Peak National Observatory; Credits: KPNO/NOIRLab/NSF/AURA

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